Zu viel Medizin schadet Patienten und Ärzten

Viele Deutsche sind sich sicher: In Arztpraxen und Krankenhäusern werden unnötige medizinische Leistungen erbracht. Gleichzeitig fordern viele Patienten die Behandlungen aber auch ein. Doch diese Überversorgung birgt Gefahren, wie eine Studie zeigt.


Im weltweiten Vergleich hat Deutschland ein gut ausgestattetes Gesundheitssystem. In kaum einem anderen Land gibt es so viele Ärzte pro Einwohner. Und doch gilt die medizinische Versorgung in der Bundesrepublik als ineffizient. Ein Problem dabei: es wird unnötig diagnostiziert und operiert. Doch überflüssige medizinische Leistungen belasten nicht nur die Patienten, wie neue Untersuchungen der Bertelsmann Stiftung zeigen. Sie verschwenden zudem wertvolle Ressourcen, die für tatsächlich notwendige Behandlungen fehlen.


Sowohl die Ursachen, als auch die Folgen der medizinischen Überversorgung sind vielfältig, wie die Studie aufzeigt. Demnach befördern Fehler bei der Vergütung und Steuerung im Gesundheitssystem den Einsatz fragwürdiger Untersuchungen und Operationen. Gleichzeitig spielen aber auch Erwartungen und althergebrachte Einstellungen sowohl bei Ärzten als auch bei Patienten eine große Rolle.


Leider ist immer noch unser Problem, dass wir immer denken, der Arzt wird bzw. muss es schon richten und wir selbst meistens ja gar nichts dazu beitragen müssen, unserer Eigenverantwortung von uns weg, hin zum Arzt schieben. Markus Zettl

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© 2018 Markus Zettl 

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