Modellprojekt mit CRP-Schnelltest soll gezielte Verordnung von Antibiotika fördern

Hätte man auch schon vor Jahren drauf kommen können und "messen", anstatt ständig und viel zu häufig Antibiotika zu verordnen.

Hamburg – Antibiotika im ambulanten Setting gezielter verordnen – das soll ein neues Modellprojekt in Hamburg ermöglichen, dass die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVHH) jetzt mit verschiedenen Krankenkassen vorgestellt hat. Die Partner fördern dazu den Einsatz des quantitativen CRP-Schnelltests in Haus- und Kinder- sowie HNO-Praxen.


Der CRP-Schnelltest funktioniert wie ein Blutzuckertest und zeigt an, ob im Körper bak­teriell bedingte Entzündungswerte vorhanden sind. Bei schweren bakteriellen Infektio­nen kommt es zu einem Anstieg des C-reaktiven Proteins (CRP), der bei viralen Infektio­nen in der Regel ausbleibt. Daran kann abgelesen werden, ob der Einsatz eines Antibioti­kums sinnvoll ist.


„Es werden in Deutschland immer noch zu viele Antibiotika aufgrund einer Erkältung, Bron­chitis oder Grippe verordnet“, sagte Dirk Janssen für die am Vertrag beteiligten Kran­kenkas­sen. Janssen ist stellvertretender Vorstand des Landesverbandes Nordwest der Be­triebs­krankenkassen (BKK). „Der CRP-Test unterstützt Ärzte bei ihrer Entscheidung, ob ein Anti­biotikum sinnvoll ist und hilft dem Patienten zu verstehen, ob ein Antibiotikum benö­tigt wird oder nicht“, sagte er.


Für den ganzen Artikel bitte auf das Bild klicken



markus zettl A ori transparant weiss.png

© 2018 Markus Zettl 

NEVER GIVE UP