Der Knochen macht nur, was der Muskel und die Faszie ihm "sagt"`!


Wenn ein Muskel zu kurz ist und aufgrund unseres heutigen Lebenswandels sind bei den meisten die Muskeln verkürzt, entsteht eine muskuläre Dysbalance. Diese muskuläre Dysbalance wirkt sich wiederum auf die Gelenkgeometrie aus.

Somit steht ein Hüft- oder Schulterkopf anders im Gelenk, es verändern sich Winkel der Knochen, Nähe des Knochens zur Pfanne usw.

Da der Körper alles misst und so schlau ist, warnt er uns irgendwann davor in Form eines Warnschmerzes.

Da wir aber zum Großteil diese Schmerzen heute immer noch falsch deuten, gehen wir darauf hin zum Arzt, der wieder eher nur auf das Gelenk schaut.

Er macht vielleicht ein Röntgenbild und konzentriert sich meist genau auf das Gelenk.

Die zu kurzen Muskeln oder Faszien, die eigentlich die Ursache sind, werden leider außer Acht gelassen, noch sieht man in keinem bildgebenden Verfahren ob ein Muskel zu kurz ist.

Auch wir konzentrieren uns selber nur auf das Gelenk und nehmen vielleicht schmerzstillende Medikamente ein oder tragen eine schmerzstillende Salbe auf.

Irgendwann entsteht dann in unserem Gelenk eine Arthrose, es entwickelt sich ein Impingementsyndrom in der Schulter oder der Hüfte, es kommt zu einem Beckenschiefstand oder es quält uns ein Fersensporn.

Alles Dinge, die eigentlich nichts mit dem Gelenk zu tun hatten, sondern Auslöser waren unsere muskulären Fehlspannungen und Züge, die unsere Gelenke in die Position brachten.

Ein gutes Beispiel ist der Fersensporn. Dort zieht eine verkürzte Sehne am Fersenbein an der Knochenhaut. Unser Körper baut aufgrund des hohen Zuges diese kleine „Nase“ mit Osteoblasten zu einem knöchernen Fersensporn aus.

Somit bringt es auch weniger den Fersensporn per Stoßwellentherapie zu beseitigen, da nicht der Fersensporn, also diese kleine knöcherne „Nase“ das Problem ist, sondern der Muskel der daran zieht.

Verändert man diese Spannung geht auch der Schmerz weg.

Es hilft auch weniger bei einem Impingement z.B. in der Schulter, wo der Schulterkopf so in das Schulterdach gedrückt wird und man den Arm nicht mehr vollständig über den Kopf heben kann, wenn man das Schulterdach ein Stück größer fräst.

Wenn man unter so was leidet, dann sieht man leider nicht die wirkliche Ursache, denn sie wird uns ja nicht gesagt.

Nehmen wir aber ein anderes Beispiel, sehen wir sehr schnell wie logisch und erklärbar das alles doch wäre.


Angenommen wir haben alle einen alten VW Bulli, welcher noch so ein schönes Faltdach hat, welches man mit einer Kurbel ausfahren kann.

Wenn wir diesen Bulli in die Garage fahren, passt er wunderbar hinein, wir müssen natürlich vorher unser Faltdach immer herunter kurbeln.

Nun aber haben wir aber einmal vergessen das Faltdach herunter zu kurbeln und versuchen unseren Bulli in die Garage zu fahren.

Wir merken der Wagen passt von der Höhe nicht mehr hinein und stößt mit dem Faltdach immer an unserer Garage an.

Was machen wir also?

Machen wir es wie bei der Operation, also holen wir uns einen Stemm- Meissel und hämmern unserer Garageneinfahrt oben größer oder gehen wir in den Bulli und kurbeln einfach das Faltdach wieder herunter.

Genau das macht aber bei einem Impingementsyndrom in der Schulter der Operateur.

Wäre es doch nicht viel sinnvoller, den in das Schulterdach gezogenen Schulterkopf wieder mit den richtigen Übungen zu senken, der ja in das Dach gezogen wird aufgrund muskulärer Verkürzungen.

Es wäre eigentlich vieles im Leben einfacher, würde man oft einfach so handeln wie wir Menschen es bei unserem Auto tun. Dort kurbeln wir das Faltdach herunter wenn wir in die Garage fahren wollen, oder habt ihr schon mal die Ölkontrolllampe verklebt oder mit einem Hammer zerschlagen, nur weil sie geleuchtet hat?

Nein, denn dort wissen wir ja auch, dass die Ursache der Warnung vorne im Motor an dem zu wenigen Öl liegt.

Wäre es nicht schön, der eigene "Instandhalter" unserer Körpers zu werden und all diese biomechanischen Dingen zu verstehen.

Wenn ja, melde Dich und schaue Dir unser Training an, denn dort lernt du all diese Dinge.



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© 2018 Markus Zettl 

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