Demenz durch anticholinerge Medikamente

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Menschen, die eine Klasse von gängigen Medikamenten, die als anticholinerge Medikamente bezeichnet werden, über mehrere Jahre hinweg einnehmen mit größerer Wahrscheinlichkeit Demenz entwickeln können.

Zur Studie


Spürt man nach der Einnahme eines Arzneimittels eine Mundtrockenheit, hat das Medikament vermutlich eine anticholinerge Wirkung. Anticholinergika stecken in vielen Präparaten: Inkontinenz- und Beruhigungsmitteln, Neuroleptika, Antidepressiva, Tabletten gegen Übelkeit, Schmerzen oder Allergien. Der Nutzen dieser Wirkstoffe ist unbestritten.


Das Demenzrisiko steigt.


Doch neue Studien zeigen, dass sie vor allem bei älteren Menschen zu Gedächtnisproblemen führen und das Demenzrisiko steigern können. Die langfristige Einnahme von Anticholinergika stört Nervenzellen und die Gedächtnisleistung wird dauerhaft eingeschränkt. Altersmediziner warnen deshalb vor der unbedachten Verschreibung dieser Medikamente. Derzeit nimmt jeder dritte Patient über 75 Anticholinergika ein und Gedächtnisprobleme werden allzu oft auf das Alter geschoben und ignoriert, statt einen Zusammenhang mit den Medikamenten zu überprüfen.


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© 2018 Markus Zettl 

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